Das 2. Hermetische Gesetz: Wie innen, so außen
Wenn ich mich momentan umschaue, habe ich manchmal das Gefühl, die Welt ist ein wenig verrückt geworden.
Egal, ob man Nachrichten schaut, durch soziale Medien scrollt oder einfach Gesprächen im Alltag zuhört, überall begegnen einem Unsicherheit, Konflikte, Angst, Wut oder das Gefühl, dass irgendetwas nicht mehr so funktioniert wie früher.
Und nein, ich möchte heute nicht über Politik schreiben.
Mir geht es um etwas anderes. Mich fasziniert die Frage, warum sich bestimmte Dinge gleichzeitig an so vielen Orten zeigen.
Warum erleben plötzlich so viele Menschen ähnliche Herausforderungen?
Warum scheint sich die Unruhe nicht nur in einzelnen Menschen, sondern in der gesamten Gesellschaft auszubreiten?
Vor einigen Jahren wäre ich wahrscheinlich zu dem Schluss gekommen, dass das einfach Zufall ist.
Heute sehe ich das anders, denn je intensiver ich mich mit den Hermetischen Gesetzen beschäftige, desto häufiger entdecke ich ihre Wirkungsweise im Alltag.
Besonders beim zweiten Hermetischen Gesetz: Dem Gesetz der Entsprechung.
"Wie innen, so außen. Wie oben, so unten."
Ein Satz, den viele schon einmal gehört haben.
Aber was bedeutet er eigentlich?
Für mich bedeutet er, dass das Außen oft sichtbar macht, was im Inneren bereits vorhanden ist.
Wenn wir einen Menschen beobachten, der ständig unter Stress steht, dann zeigt sich dieser Stress irgendwann nicht mehr nur in seinen Gedanken.
Er zeigt sich im Körper, in seinen Beziehungen, in seinen Entscheidungen und in seiner Ausstrahlung.
Das Innere wird sichtbar und das können wir auch auf größere Zusammenhänge übertragen.
Wenn viele Menschen gleichzeitig Angst empfinden, Unsicherheit erleben oder das Vertrauen verlieren, dann entsteht irgendwann auch im Außen ein entsprechendes Bild.
Und das nicht, weil irgendjemand es geplant hat, sondern weil das Außen immer auch Ausdruck dessen ist, was im Inneren vorhanden ist.
Vielleicht kennst Du das sogar aus Deinem eigenen Leben.
Es gibt Phasen, in denen scheinbar alles schiefläuft. Menschen reagieren seltsam, Missverständnisse häufen sich und Probleme tauchen an allen Ecken auf.
Oft glauben wir dann, dass die Ursache ausschließlich im Außen liegt.
Manchmal lohnt es sich jedoch, einen Moment innezuhalten und sich eine unbequeme Frage zu stellen:
Was spiegelt mir diese Situation gerade?
Es geht nicht um Schuld, sondern um Verständnis.
Um die Bereitschaft, durch bewusstes Hinschauen die Zusammenhänge zwischen unserem Inneren und unserem Erleben im Außen zu erkennen.
Denn das Gesetz der Entsprechung sagt nicht, dass wir an allem schuld sind.
Es sagt lediglich, dass zwischen unserer inneren Welt und unserer äußeren Realität eine Verbindung besteht.
Wenn ich innerlich im Widerstand bin, begegnet mir Widerstand.
Wenn ich ständig Mangel denke, entdecke ich überall Gründe, warum etwas nicht möglich ist.
Und wenn ich überzeugt bin, nicht gut genug zu sein, werde ich oft genau die Situationen wahrnehmen, die diese Überzeugung bestätigen.
Das Spannende daran ist, sobald wir beginnen, im Inneren etwas zu verändern, verändert sich häufig auch das Außen.
Nicht sofort und auch nicht über Nacht, aber in kleinen Schritten.
Die Natur zeigt uns das jeden Tag, denn auch eine Schnecke erreicht ihr Ziel:
Zentimeter für Zentimeter, aber unbeirrt.
Wer beginnt, sich selbst mehr zu vertrauen, trifft andere Entscheidungen.
Wer andere Entscheidungen trifft, sammelt andere Erfahrungen.
Und wer andere Erfahrungen sammelt, erschafft eine andere Realität.
Deshalb liebe ich dieses Gesetz so sehr.
Es nimmt uns nicht die Verantwortung ab, aber es gibt uns unsere Gestaltungskraft zurück.
Denn wenn das Außen ein Spiegel ist, dann müssen wir nicht unser ganzes Leben damit verbringen, den Spiegel zu polieren.
Wir dürfen anfangen, das zu betrachten, was sich darin zeigt.
Darin liegt für mich die Botschaft des zweiten hermetischen Gesetzes.
Die Welt da draußen ist nicht getrennt von uns. Sie ist in vielerlei Hinsicht ein Spiegel dessen, was in uns selbst geschieht.
Und je bewusster wir unser Inneres wahrnehmen, desto bewusster können wir auch das Leben gestalten, das sich im Außen entfaltet.
Vielleicht magst Du Dich nun fragen:
"Welcher Bereich meines Lebens versucht mir gerade etwas über mich selbst zu erzählen?"
Denn dort, wo wir aufhören, nur das Außen verändern zu wollen und beginnen nach innen zu schauen, entsteht oft der erste Schritt zu echter Veränderung.
In einer Woche schauen wir uns das dritte hermetische Gesetz an: das Gesetz der Schwingung.
Ein Gesetz, das erklärt, warum in unserem Universum nichts stillsteht und weshalb unsere Ausstrahlung oft mehr bewirkt als unsere Worte. Auf dieses spannende Thema freue ich mich schon sehr.
Bis dahin sende ich Dir beschwingte Grüße
Deine
Katrin


