Ein Licht für Dich: über Aufrichtigkeit, Liebe und kostbare Augenblicke

Was die Lichter für Dax aus dem Film "Weihnachten im Oktober" über Liebe, Hoffnung und kostbare Augenblicke erzählen.
Manche Filme begleiten uns noch lange, nachdem die letzte Szene
verklungen ist. Ihre Bilder bleiben in unserem Herzen und erinnern uns
an etwas, das im Alltag leicht in den Hintergrund rückt.
Wie kostbar unsere gemeinsame Zeit ist. Für mich ist "Weihnachten im Oktober" ein solcher Film.
Er
erzählt die wahre Geschichte des kleinen Dax Locke, der schwer an
Leukämie erkrankt ist. Seine Eltern Julie und Austin tun alles, um ihrem
Sohn zu helfen. Sie lassen verschiedene Therapien versuchen, hoffen,
bangen und halten an ihrer Liebe zu ihm fest.
Als sie erfahren, dass
Dax möglicherweise nicht mehr lange leben wird, wächst in ihnen ein
Wunsch. Sie möchten ihrem kleinen Jungen noch einmal ein wunderschönes
Weihnachtsfest schenken.
Da niemand weiß, ob er den Dezember erleben wird, beginnen sie bereits im Oktober damit und dann geschieht etwas Wunderbares.
Nachbarn
erfahren von Dax und schmücken ebenfalls ihre Häuser. Überall beginnen
Lichter zu leuchten. Immer mehr Menschen schließen sich an und schenken
der Familie auf diese Weise ihre Anteilnahme.
Aus dem Wunsch seiner
Eltern wird ein Weihnachtsfest, das viele Herzen berührt.
Wenn ich an diese Geschichte denke, sehe ich die vielen Lichter vor mir.
Jedes von ihnen steht für einen Menschen, der sagen möchte "Wir denken an Euch. Ihr seid nicht allein."
Wenn eine schwere Nachricht ausgesprochen wird
Zurzeit gibt es in meinem Umfeld viele Menschen, die krank oder schwer krank sind.
Ich erlebe, wie viel Hoffnung sie und ihre Angehörigen tragen und wie sehr sie sich nach guten Nachrichten sehnen.
Gleichzeitig spüre ich, wie viele Fragen, Sorgen und unausgesprochene Gedanken diese Zeit begleiten können.
Der
Film hat in mir auch deshalb etwas bewegt, weil die Familie darin offen
über Dax Erkrankung und seine begrenzte Lebenszeit informiert wird.
Seine
Eltern bekommen die Möglichkeit, sich mit dem auseinanderzusetzen, was
vor ihnen liegt und die gemeinsame Zeit mit ihrem Sohn bewusst zu
gestalten.
Ich weiß, wie schwer es sein kann, über das Sterben zu
sprechen.
Für die Menschen, die eine solche Nachricht erhalten, ebenso
wie für diejenigen, die sie überbringen.
Worte können sich hilflos anfühlen, wenn wir am liebsten sagen würden, dass alles wieder gut wird.
Und doch wünsche ich mir, dass wir auch für diese Gespräche den Mut finden.
Das Ärztinnen und Ärzte, Angehörige und Begleitende behutsam aussprechen, was sie wahrnehmen und wissen.
Das
sie dabei auch benennen, wo etwas ungewiss bleibt und das sie sich Zeit
nehmen für die Fragen, die nach einer solchen Nachricht entstehen.
Jeder Mensch darf erfahren, wie es um ihn steht, wenn er es wissen
möchte. Genauso darf er selbst mitbestimmen, wie viel er in diesem
Augenblick hören kann und wer ihn bei diesem Gespräch begleitet.
Ehrliche Worte können ein Geschenk sein
Eine
schwere Wahrheit auszusprechen, bedeutet für mich, einem Menschen mit
Achtung zu begegnen.
Es ist ein Zeichen von Vertrauen und kann ein
liebevoller Freundschafts- und Begleitungsdienst sein.
Dabei kommt es so sehr darauf an, wie wir miteinander sprechen. Worte können sanft gewählt werden.
Sie
dürfen von Mitgefühl getragen sein und von der Bereitschaft, bei dem
Menschen zu bleiben, wenn Tränen fließen, Fragen auftauchen oder erst
einmal Stille entsteht.
Auch diese darf da sein und ja, manchmal ist sie schwer auszuhalten…
Ich glaube, wir müssen in solchen Momenten nicht auf alles eine Antwort haben.
Oft
ist unsere Anwesenheit bereits ein großes Geschenk. Eine Hand, die
gehalten wird, ein Blick, der sagt "Ich bin da."
Jemand, der zuhört,
ohne die Gefühle des anderen verändern zu wollen.
Aufrichtigkeit
kann Menschen die Möglichkeit schenken, Wünsche auszusprechen und
Entscheidungen zu treffen, die ihnen am Herzen liegen.
Vielleicht
möchte jemand einen vertrauten Ort noch einmal besuchen, einen
bestimmten Menschen wiedersehen oder etwas erzählen, das schon lange
gesagt werden möchte.
Ein anderer Mensch wünscht sich ein Fest mit seiner Familie oder sehnt sich nach Ruhe und Geborgenheit zu Hause.
Jeder Wunsch darf seinen Platz haben und jeder Lebensweg ist einzigartig.
Eine Begegnung, die mich tief geprägt hat
Während
einer meiner Sterbebegleitungen durfte ich einen älteren Herrn mit
einer schweren Herzerkrankung auf seinem letzten Lebensweg begleiten.
Eine Erfahrung aus dieser Zeit ist mir tief im Herzen geblieben.
Sein Kardiologe hatte ihm im Frühjahr gesagt, dass er ohne eine Operation den Sommer wahrscheinlich nicht mehr erleben würde.
Es war eine schwere Nachricht. Für den Herrn bedeutete sie, dass ihm möglicherweise nur noch wenige Monate blieben.
Etwa
zwei Monate später bekam er starke Wassereinlagerungen in den Beinen.
Auf meinen Rat hin rief er den ärztlichen Notdienst an und ein Arzt kam
zu ihm nach Hause. Der Herr berichtete mir anschließend, dass der Arzt
ihm zu einem kurzen Krankenhausaufenthalt geraten und ihm gesagt habe,
die Entwässerungstabletten würden die Beschwerden in einigen Tagen
bessern. Danach werde er wieder viel Zeit für seine Freunde und seine Familie
haben.
Mit dieser Aussicht ließ er sich am nächsten Tag ins Krankenhaus bringen.
Dort kam er auf eine Überwachungsstation und wurde an viele Schläuche und Geräte angeschlossen.
Von
dort aus rief er mich mehrmals an. Ich werde seine Worte und seine
Stimme voller Wut, Enttäuschung und Verzweiflung nie vergessen.
Immer
wieder sagte er mir, dass er sich von den Ärzten hereingelegt fühle. Er
hatte sich auf etwas anderes eingestellt und war tief erschüttert über
die Situation, in der er sich nun befand.
Vier Tage später ist er verstorben.
Auch heute kommen mir die Tränen, wenn ich an ihn und an diese letzten Telefonate denke.
Ich
hätte ihm von Herzen gewünscht, dass er sich in dieser Zeit getragen
und verstanden fühlt und das seine Sorgen und Fragen gehört werden.
Diese Begegnung hat mir noch einmal gezeigt, wie kostbar Vertrauen ist.
Gerade
wenn ein Mensch schwer krank ist, braucht er Einfühlsame an seiner Seite,
die ihm aufrichtig begegnen und mit ihm besprechen, was bekannt ist, was
ungewiss bleibt und welche Möglichkeiten es gibt.
Damit er Fragen stellen, seine Wünsche äußern und seinen Weg mitgestalten kann.
Seit
dieser Erfahrung ist es mir noch wichtiger geworden, ehrlich und
authentisch zu antworten.
Ich möchte Informationen, die ich habe, nicht
herunterspielen und wenn ich etwas nicht weiß, darf auch das
ausgesprochen werden.
Für mich liegt in dieser Aufrichtigkeit ein tiefer Ausdruck von Achtung.
Sie
kann einem Menschen das Vertrauen schenken, mit seinen Gedanken und
Gefühlen willkommen zu sein und ihm helfen, die Zeit, die ihm bleibt,
nach seinen eigenen Wünschen zu gestalten.
Hoffnung darf sich wandeln
Mir
ist wichtig zu sagen, eine ehrliche Begegnung mit einer schweren
Erkrankung bedeutet für mich keineswegs, die Hoffnung aufzugeben.
Hoffnung
kann viele Gesichter haben.
Sie kann uns durch eine Behandlung tragen
und uns Kraft schenken, einen nächsten Schritt zu gehen und sie kann
sich verändern, wenn sich auch die Lebenssituation verändert.
Dann wird aus der Hoffnung auf Heilung vielleicht die Hoffnung auf einen Tag mit weniger Beschwerden.
Auf
eine ruhige Nacht oder vielleicht auf ein Gespräch, das gut tut. Auf
einen Moment, in dem die Sonne das Gesicht wärmt oder das Lachen eines
geliebten Menschen das Herz erreicht.
Für Angehörige kann es die
Hoffnung sein, noch einmal gemeinsam Erinnerungen anzuschauen,
miteinander zu lachen oder einfach nebeneinander zu sitzen.
Für
einen Menschen am Ende seines Lebens kann es die Hoffnung sein, sich
geborgen zu fühlen und zu wissen, dass liebevolle Menschen an seiner
Seite sind.
Hoffnung darf bleiben und sie darf sich verwandeln.
Die kostbaren Augenblicke des Lebens
Wenn wir wissen, dass unsere gemeinsame Zeit begrenzt sein könnte, bekommen viele Dinge eine andere Bedeutung.
Was
gestern selbstverständlich erschien, wird plötzlich kostbar.
Die
vertraute Stimme am Telefon, eine Hand auf unserer Schulter, der Duft
einer Lieblingsspeise oder ein gemeinsamer Blick aus dem Fenster.
Dabei
möchte ich mit dem Gedanken, die Augenblicke zu genießen, ganz behutsam
umgehen.
Denn eine schwere Zeit besteht auch aus Angst, Erschöpfung,
Wut und Traurigkeit.
Es gibt Tage, an denen sich nichts leicht anfühlt. All diese Gefühle gehören zum Leben und dürfen ihren Platz haben.
Die kostbaren Momente müssen nicht erzwungen werden.
Wir
dürfen sie wahrnehmen, wenn sie uns begegnen, ein Lächeln mitten in
einem schweren Gespräch, ein vertrautes Lied oder eine Erinnerung, die
für einen Augenblick Wärme schenkt.
Vielleicht dürfen wir uns dann
daran erinnern, dass Nähe nicht immer viele Worte braucht.
Manchmal
liegt das größte Geschenk darin, gemeinsam da zu sein.
Ein Weihnachtsfest voller Liebe
Dax Eltern wussten nicht, wie viel Zeit ihnen noch mit ihrem kleinen Jungen bleiben würde.
Sie
wussten aber, dass sie ihm noch ein Weihnachtsfest schenken wollten und
sie begannen damit, diesen Wunsch wahr werden zu lassen.
Als die
Nachbarn davon erfuhren, entzündeten auch sie ihre Lichter. Die
Geschichte von Dax berührte immer mehr Menschen und ihre Anteilnahme
wurde für die Familie sichtbar.
Mich bewegt dieses Bild sehr. Die
Menschen konnten Dax und seinen Eltern ihren schweren Weg nicht
abnehmen, doch sie konnten ihnen Liebe schicken und mit ihren Lichtern
zeigen, dass sie an sie dachten.
Wie schön ist es, wenn wir in solchen Zeiten füreinander da sind.
Wenn wir uns trauen, aufeinander zuzugehen, auch wenn wir unsicher sind, was wir sagen sollen.
Eine Nachricht, eine Kerze, eine selbst gekochte Suppe oder ein stiller Besuch können erzählen "Du bist mir wichtig."
Wir müssen keine vollkommenen Worte finden.
Es reicht, mit offenem Herzen da zu sein.
Wenn wir ein Licht füreinander entzünden
In meiner Begleitung von Menschen in Zeiten des Abschieds und der Trauer erlebe ich, wie unterschiedlich diese Wege sind.
Jeder
Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine Gefühle und seine
Bedürfnisse mit. Was dem einen gut tut, kann sich für einen anderen
anders anfühlen.
Umso kostbarer ist es, einander zuzuhören und
wahrzunehmen, was gerade gebraucht wird. Ein Gespräch, Stille und eine
Umarmung, wenn sie willkommen ist.
Oder einen Menschen an der Seite, bei dem auch die schweren Gedanken ausgesprochen werden dürfen und man gemeinsam eine Taschentuchfete feiert.
Ich
wünsche mir, dass Sterben und Trauer ihren Platz in unserem Leben haben
dürfen.
Das wir liebevoller darüber sprechen und uns gegenseitig darin
begleiten, denn wo Worte sein dürfen, kann Begegnung entstehen und wo
wir einander begegnen, kann auch in einer schweren Zeit Verbundenheit
wachsen.
Dax Geschichte erinnert mich daran, wie weit das Licht der Liebe reichen kann.
Es
leuchtet in den Häusern seiner Nachbarn, in den Erinnerungen seiner
Familie und in den Herzen der Menschen, die von ihm erfahren.
Vielleicht magst auch Du heute einen Moment innehalten und an einen Menschen denken, der Dir am Herzen liegt.
Gibt es etwas, das Du ihm schon lange sagen möchtest?
Einen Gruß, den Du schicken, eine Umarmung, die Du schenken oder eine gemeinsame Zeit, die Du miteinander verbringen möchtest?
Wir wissen nicht, wie viele Augenblicke uns miteinander geschenkt sind.
Aber wir können die, die wir haben, mit Liebe füllen.
Manchmal beginnt ein Licht damit, dass wir einem Menschen von Herzen sagen:
"Ich bin für Dich da."
Du musst diesen Weg nicht allein gehen
Wenn
Du selbst einen Menschen auf seinem letzten Lebensweg begleitest oder
um einen geliebten Menschen oder Tierbegleiter trauerst, möchte ich Dir
von Herzen sagen
"Du musst mit Deinen Gefühlen nicht allein bleiben."
Jeder
Abschied und jede Trauer werden anders erlebt.
Vielleicht sehnst Du
Dich nach einem Moment der Ruhe, nach Geborgenheit oder nach einem
Menschen, der Dir zuhört und Dich in dieser bewegenden Zeit begleitet.
Mit meinen FrequenzKreis-Anwendungen "Geborgen im Übergang" und "Verbunden in der Trauer" möchte ich Dich einladen, Dir inmitten all dessen auch selbst Zuwendung zu schenken.
Und
wenn Du Dir eine persönliche Begleitung wünschst, bin ich auch im
persönlichen Coaching für Dich da. Gemeinsam schauen wir auf das, was
Dich gerade bewegt, was Dir Halt schenken und Dich in Deiner
individuellen Situation optimal unterstützen kann.
Du darfst mit Deinen Fragen, Deiner Traurigkeit und allem, was Dein Herz gerade schwer macht, zu mir kommen.
Deine Katrin
Eine Geschichte, die das Herz berührt
Wenn Du Dax und seine Familie kennenlernen möchtest, lade ich Dich ein, Dir den Film "Weihnachten im Oktober" anzusehen.
Es ist eine bewegende Geschichte über Abschied, Hoffnung und die Liebe, die Menschen miteinander verbindet. Die vielen Lichter, die für Dax entzündet wurden, haben mich tief berührt. Sie erinnern mich daran, wie viel Wärme wir einander schenken können, wenn wir in schweren Zeiten füreinander da sind.
Der Film erzählt auch von der schweren Erkrankung und dem Abschied eines Kindes. Nimm Dir dafür einen Moment, in dem Du Dich dieser Geschichte zuwenden möchtest.
