Ich habe gelernt, dass Trauer Raum braucht und niemand sie allein tragen sollte.

Ihr Lieben,
heute möchte ich ein Thema mit Euch teilen, das leise ist und doch so kraftvoll.
Sterben und Trauer gehören zum Leben und dennoch fühlen sie sich oft an wie ein Bruch, wie ein Herausfallen aus allem Vertrauten.
2020 habe ich meine Ausbildung zur Sterbebegleiterin beim Hospiz-Verein Bad Pyrmont absolviert.
Es war eine intensive Zeit, sehr berührend, ehrlich und natürlich tief traurig.
Aber, seitdem sehe ich das Leben mit anderen Augen, denn wenn wir dem Tod begegnen, erkennen wir oft erst, wie kostbar jeder Atemzug ist.
Die Pandemie hat diese Erfahrung noch verstärkt.
Abstand, Schutzkleidung, Besuchszeiten.
Regeln, die Sicherheit bringen sollten und doch so viel Nähe genommen haben.
Wie schwer war es, nicht die Hand halten zu dürfen.
Nicht einfach einen Arm um jemanden legen zu können, der im Begriff war, diese Welt zu verlassen.
Gerade in der Ausbildung wurde uns gezeigt, wie beruhigend Berührung für Sterbende sein kann.
Wie sehr ein ruhiger Atem, eine Hand auf der Schulter, ein stilles Dasein Halt schenkt.
Für Angehörige war es oft noch schmerzlicher, nicht richtig Abschied nehmen zu können.
Nicht alles gesagt zu haben.
Keinen letzten Moment der Nähe erlebt zu haben.
Diese Zeit hat Spuren hinterlassen.
Bis heute darf ich Zuhörerin sein, wenn Klienten von ihren Verlusten erzählen.
Manche tragen ihre Trauer schon seit vielen Jahren.
Nach außen funktionieren sie, innerlich jedoch ist etwas eingefroren.
Schuldgefühle.
Unausgesprochene Worte.
Ein Gefühl von "Ich hätte noch…"
Und oft höre ich:
Es war nicht das Geld, das mich davon abgehalten hat, Hilfe zu suchen.
Es war die Angst, die Tür zu öffnen.
Die Angst, den Schmerz wirklich anzuschauen.
Doch genau darin liegt ein wichtiger Schlüssel.
Hilfe anzunehmen ist keine Schwäche.
Es ist Selbstfürsorge.
Es ist Würde.
Es ist ein liebevoller Schritt sich selbst gegenüber.
In meinen Begleitungen, häufig über drei, sechs oder zwölf Monate, geschieht nichts Spektakuläres im Außen und doch verändert sich so viel im Inneren.
Plötzlich kann über den Verstorbenen gesprochen werden, ohne sofort im Meer der Tränen unterzugehen.
Der Rucksack aus Schuld wird leichter und der Alltag wird wieder bewältigt.
Manchmal kehrt sogar ein erstes, vorsichtiges Lächeln zurück.
Das sind keine kleinen Schritte.
Das sind gewaltige Bewegungen der Seele.
Ein Stück Normalität wird wieder möglich und in Zeiten tiefer Trauer ist das ein Geschenk.
Was mir besonders am Herzen liegt:
Trauer ist nichts, was "weg muss".
Sie will gesehen werden, gefühlt werden und gewürdigt werden.
Und ja, manchmal sind gemeinsame Tränen heilsamer als jedes "Reiß Dich zusammen".
Diese sogenannten "Taschentuch-Momente" sind keine Schwäche.
Sie sind Ausdruck von Liebe.
Als Energetik-Coach begleite ich Dich neutral, achtsam und individuell.
Mit Gesprächen, mit Frequenzarbeit, mit Reiki, Kristallmagie, Ritualen und mit Raum für alles, was da ist. Ganz ohne Druck und ohne Bewertung.
Du musst diesen Weg nicht allein gehen.
Wenn Du merkst, dass ein Verlust Dich festhält, wenn Dir Dein Lebensmut fehlt, wenn Abschied nie wirklich stattfinden durfte, dann darfst Du Dir Unterstützung erlauben.
Nicht weil Du es allein nicht schaffst, sondern weil Du es wert bist, gehalten zu werden.
Von Herzen
Katrin

