Warum fällt es uns oft so schwer, in uns selbst zu investieren, obwohl wir doch unser wertvollstes Zuhause sind?

"Time to invest in yourself."
Zeit, in Dich selbst zu investieren.
Eben habe ich dieses Lied von Xena Grace gehört und manchmal gibt es diese Aha-Momente, in denen ein Satz nicht einfach nur schön klingt, sondern etwas in uns berührt.
So, als würde er an eine innere Wahrheit erinnern, die wir vielleicht längst kennen und doch im Alltag immer wieder vergessen.
Time to invest in yourself und während ich den Worten lauschte, fragte ich mich:
"Warum fällt uns genau das oft so schwer?"
Wir investieren in so vieles. In unser Zuhause, in Versicherungen und in Dinge, die Sicherheit versprechen.
Wir sorgen für andere, kümmern uns, funktionieren, tragen Verantwortung und oft tun wir all das mit einem großen Herzen.
Doch wenn es um uns selbst geht, werden wir plötzlich zurückhaltend.
Vielleicht kennst Du solche Gedanken:
"Gerade ist nicht die richtige Zeit."
"Erst müssen andere Dinge wichtiger sein."
"So schlimm ist es ja noch nicht." oder auch: "Ich muss das allein schaffen."
Und vielleicht steckt dahinter etwas, das viele von uns nie gelernt haben.
Das wir selbst es wert sind, uns Unterstützung zu erlauben. Das Selbstfürsorge nichts mit Egoismus zu tun hat und das es kein Zeichen von Schwäche ist, sich begleiten zu lassen.
Gerade wir sensiblen Menschen merken oft erst sehr spät, wie erschöpft wir eigentlich geworden sind …
Irgendwann wurde mir bewusst, dass Veränderung oft dort beginnt, wo wir aufhören zu warten und anfangen, uns selbst wichtig zu nehmen.
Wenn ich heute auf meinen eigenen Weg zurückblicke, dann war genau das vermutlich eine der wichtigsten Entscheidungen meines Lebens.
Damals, in den ersten Jahren nach meiner Hirntumor-OP, war eine Zeit, in der ich gesundheitlich so erschöpft war, dass an Arbeit zunächst nicht zu denken war.
Und da stand auch ich vor der Frage:
"Wie finde ich zurück ins Leben?"
Und vielleicht kennst Du solche Momente selbst.
Zeiten, in denen man spürt, dass es so nicht weitergehen kann, aber noch nicht weiß, welcher Weg der richtige sein wird.
Für mich begann dieser Pfad der Heilung damals mit einer Entscheidung, die zunächst klein wirkte und rückblickend doch so vieles verändert hat.
Ich entschied mich im Jahr 2000, den ersten Reiki-Grad zu erlernen.
Damals wusste ich noch nicht, wohin mich dieser Weg einmal führen würde.
Eigentlich begann alles durch eine Empfehlung einer lieben Freundin, die ich während meiner Reha in Bad Zwesten kennengelernt hatte.
Manchmal begegnen uns menschliche Engel genau dann, wenn wir sie am meisten brauchen.
Bis heute verbindet uns ein herzlicher Kontakt, worüber ich sehr dankbar bin.
Als sie mir von Reiki erzählte, konnte ich mir zunächst ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass Handauflegen überhaupt etwas bewirken könnte. Vielleicht kennst Du dieses Gefühl selbst, wenn etwas so weit außerhalb dessen liegt, was man bisher kennt oder für möglich gehalten hat.
Und doch war da gleichzeitig etwas anderes in mir, eine tiefe Sehnsucht nach Veränderung.
Nach einem Weg zurück ins Leben.
Auch eine Verzweiflung, die mich bereit machte, Dingen eine Chance zu geben, die ich früher vermutlich schnell beiseite geschoben hätte.
Gerade als Arzthelferin, orientierte ich mich eher an der Schulmedizin und diese hat mir ja auch das Leben gerettet.
Aber, ich entschied mich, es auszuprobieren.
Heute, viele Jahre später, kann ich rückblickend sagen, diese Entscheidung war für mich ein Wendepunkt.
Oder, um es ganz ehrlich auszudrücken ein echter Gamechanger auf meinem Weg der Genesung.
Nicht, weil plötzlich alles leicht war oder sich über Nacht veränderte, eher weil ich begann zu spüren, dass es alternative Wege geben kann, die uns unterstützen, wieder Vertrauen in uns selbst, in unseren Körper und in das Leben zurückzufinden.
Heute glaube ich, dass wir manchmal erst beginnen, uns selbst wirklich ernst zu nehmen, wenn wir bereit werden, in uns zu investieren.
Ich meine damit nicht nur finanziell, sondern auch mit Zeit, Offenheit, Geduld und vor allem Vertrauen.
Nach Reiki wusste ich: Das war erst der Anfang.
Ich wollte verstehen, lernen und Zusammenhänge begreifen.
Zuerst nur für mich selbst, später auch, um anderen Menschen eines Tages hilfreiche Begleitung schenken zu können.
So begann eine Reise, die mich über viele Jahre begleitet hat. Zwölf Jahre lang habe ich gelernt, erfahren, hinterfragt und mich weitergebildet im Schamanismus, in Meditation, in der Reinkarnationstherapie und vielen weiteren Bereichen, die mich gelehrt haben, den Menschen ganzheitlicher zu betrachten.
Seit inzwischen über fünfundzwanzig Jahren fließt all dieses Wissen in meine Arbeit mit Menschen ein und gleichzeitig begleitet es mich bis heute auch auf meinem ganz persönlichen Weg.
Denn ich glaube nicht daran, irgendwann "fertig" zu sein.
Vor zwei Jahren habe ich deshalb noch einmal ganz bewusst in mich selbst und auch in die Menschen investiert, die ich begleite.
Ich habe mich zum Energetik-Coach weitergebildet, weil mich die Möglichkeit berührt hat, Menschen noch individueller begleiten zu können und körperliche wie emotionale Prozesse besser sichtbar zu machen.
So fließen heute auch Frequenzanwendungen und energetische Analysen in meine Arbeit mit ein. Immer als unterstützende Begleitung, individuell abgestimmt und ergänzend zu dem, was Menschen bereits für sich nutzen.
Und selbst jetzt lerne ich weiter.
Seit Anfang dieses Jahres beschäftige ich mich intensiv mit den Grundlagen der Mikroimmuntherapie, weil ich das faszinierende Zusammenspiel unseres Immunsystems noch besser verstehen möchte.
Nicht nur, um einfache Antworten zu geben, sondern vor allem um Zusammenhänge tiefer zu begreifen und Menschen möglichst verantwortungsvoll begleiten zu können.
Wenn ich eines auf meinem Weg gelernt habe, dann vielleicht dies:
In sich selbst zu investieren bedeutet nicht, perfekt werden zu müssen.
Es bedeutet, sich selbst wichtig genug zu nehmen, um zu sagen:
"Ich bin es wert, dass es mir besser geht.
Ich darf mir Unterstützung erlauben.
Ich darf neue Wege gehen."
In sich selbst zu investieren bedeutet nicht immer, sofort große Entscheidungen treffen zu müssen.
Oft beginnt Veränderung mit einem ersten ehrlichen Schritt.
Mit dem Moment, in dem wir aufhören, uns selbst zu übergehen und mit dem Entschluss, Unterstützung anzunehmen, neue Wege zuzulassen oder uns endlich die Frage zu stellen:
"Was brauche ich eigentlich gerade wirklich?"
Mit dem Mut, sich Begleitung zu erlauben.
Mit der Bereitschaft, neue Wege zu betrachten. Mit einem Gespräch, mit einem Buch, mit einem ersten kleinen Schritt oder mit der ehrlichen Frage an sich selbst:
"Was würde mir gerade wirklich guttun?"
Wenn ich auf meinen eigenen Weg zurückblicke, dann bin ich heute zutiefst dankbar für all die Entscheidungen, die ich damals getroffen habe.
Auch für jene, die mir zunächst klein erschienen, denn oft erkennen wir erst später, wie sehr uns gerade diese Schritte verändert haben.
Und etwas finde ich besonders schön, wenn ich an dieses Lied denke:
Das Investition in uns selbst nicht immer Geld bedeutet.
Manchmal bedeutet sie Mut, Zeit, Lernen und Vertrauen.
Die Bereitschaft, hinzuschauen und den liebevollen Entschluss, sich selbst nicht länger hinten anzustellen.
Vielleicht ist genau heute ein guter Moment, Dich selbst zu fragen:
"Is it know time to invest in yourself?"

