„Wer sitzt am Steuer Deines Lebensfahrzeugs?

Nach meiner Hirntumor-Operation hätte ich allen Grund gehabt, mich zurückzulehnen und darauf zu warten, dass andere Menschen mein Leben wieder in Ordnung bringen.
Die Operation war erfolgreich.
Die Ärzte hatten getan, was medizinisch möglich war und dafür empfinde ich bis heute tiefe Dankbarkeit.
Doch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus begann ein Weg, auf dem mir niemand die Schritte abnehmen konnte.
Viele Jahre war mein Alltag von Gleichgewichts- und Koordinationsproblemen geprägt.
Während andere Menschen beim Spazierengehen die Landschaft genießen, war ich oft damit beschäftigt, auf den Boden zu schauen und darauf zu achten, nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Gehen und sich dabei unterhalten, war für mich nicht machbar.
Fahrradfahren, etwas völlig Selbstverständliches für viele Menschen, war für mich viele Jahre nicht mehr möglich.
Wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke, denke ich oft an das Bild eines Autos.
Die Schulmedizin hat damals die Werkstatt übernommen und den schwersten Schaden repariert.
Ohne diese Hilfe wäre ich heute vermutlich nicht mehr hier.
Doch irgendwann stand das Fahrzeug wieder vor mir und die entscheidende Frage lautete:
Wer fährt jetzt weiter?
Setze ich mich auf den Beifahrersitz und warte darauf, dass andere Menschen die Richtung bestimmen?
Oder nehme ich selbst das Lenkrad in die Hand?
Für mich begann genau dort ein neues Kapitel meines Lebensbuches.
Ich machte mich auf die Suche nach Möglichkeiten, die mich unterstützen könnten.
Diese Suche führte mich zu Reiki, später zum Schamanismus, zur Meditation, zur Reinkarnationstherapie, zur Sterbebegleitung und viele Jahre danach schließlich zur Ausbildung als Energetik Coach.
Jede dieser Stationen war wie eine weitere Seite in meinem Buch.
Manche Seiten waren voller Hoffnung, andere voller Fragen und einige Kapitel hätten auch ganz anders verlaufen können.
Doch mit jeder Erfahrung lernte ich meinen Körper, meine Gedanken und meine innere Kraft ein Stück besser kennen.
Heute kann ich wieder Fahrrad fahren und ich bin in der Lage wieder zu arbeiten.
Ich darf Menschen begleiten und ich kann Wege gehen, die früher unerreichbar schienen.
Nicht aus dem Grund, weil es einen einzelnen magischen Moment gab, der alles verändert hat. Vielmehr, weil ich irgendwann begonnen habe, die Verantwortung für meinen eigenen Weg zu übernehmen.
Für mich bedeutet Selbstbestimmung nicht, alles allein schaffen zu müssen.
Sie bedeutet, offen für Unterstützung zu sein und gleichzeitig die eigene Richtung nicht aus den Händen zu geben.
Denn andere Menschen können Wegweiser sein, Begleiter, Lehrer oder Helfer.
Doch das Steuer unseres Lebensfahrzeugs und den Stift für unser Lebensbuch können sie uns nicht dauerhaft abnehmen.
"Wo sitzt Du? Auf dem Beifahrersitz oder hinter dem Steuer Deines Lebensfahrzeuges?
"
Gern lade ich Dich ein, mein Angebot anzunehmen, mich auf Deinen Beifahrersitz zu setzen und Dir schöne neue Wege voller Möglichkeiten aufzuzeigen.
Aber fahren darfst Du!

